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Boxsäcke – Auf was beim Kauf geachtet werden sollte

1. April 2017 Harry Sport  

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© xusenru @ pixabay.com – CC0 1.0
Ein Boxsack ist das ideale Trainingsgerät für das Homegym. Er benötigt wenig Platz und kann nahezu überall aufgestellt oder befestigt werden. Wer gegen einen Boxsack boxt, verbrennt Kalorien und steigert seine Ausdauer. Bei den Übungen wird der ganze Körper beansprucht. Daher ist das Gerät auch bei Hobbysportlern beliebt, die ihre Fitness verbessern wollen.

Auf Qualität achten

Boxsäcke sind in vielen Varianten auf dem Markt. Sowohl im Preis als auch in der Qualität variieren die verschiedenen Boxsack-Arten. Qualität ist auf jeden Fall für jeden ein Kriterium, der viele Jahre den Boxsack als Heimtrainingsgerät nutzen will. Jeder Boxsack hat seine Vor- und Nachteile. Das trifft auf den Aspekt Platzbedarf ebenso zu wie auf den Preis und den Trainingskomfort. Wer schnelle Schlagtechniken trainieren will, entschiedet sich für den Speedball beziehungsweise die Boxbirne. Die räumlichen Gegebenheiten spielen bei der Wahl ebenfalls eine Rolle. Wie ist die Zimmerdecke oder die Wand beschaffen? Hält die Decke das Gewicht eines Boxsacks aus? Wenn der Boxsack nicht dauerhaft an der Decke hängen soll, ist es sinnvoller, ihn an der Wand zu montieren.

Welchen Ansprüchen soll der Boxsack genügen?

Bei der Kaufentscheidung spielt nicht zuletzt das Budget eine Rolle. Finde ich für die Summe, die ich ausgeben will, einen Boxsack, der meinen Ansprüchen genügt? Soll er aus echtem Leder gefertigt sein? Oder reicht eine Ausführung aus Kunstleder? Soll es ein hängender Boxsack sein oder ein Standboxsack? Der hängende Boxsack ist der klassische Boxsack aus Leder, der an der Decke hängt. Für diese Art der Montage werden etwa 6 Quadratmeter benötigt, während der Standboxsack lediglich 3 Quadratmeter braucht. Wer den Boxsack auch zum Kicktraining nutzt, braucht einen Trainingspartner, der wenigstens 150 Zentimeter groß ist. Beim Aufhängen des Boxsacks ist darauf zu achten, dass er für das Schlagtraining mittig auf Brusthöhe hängt. Kickboxer montieren den Boxsack mittig auf Höhe des Bauchnabels. Erwachsenen wird empfohlen, einen Boxsack von 35 Zentimeter Durchmesser zu wählen. Für Kinder genügt ein Durchmesser von 20 Zentimeter.

Über Lust und Frust entscheidet das Gewicht

Wichtiger als der Durchmesser ist das Gewicht des Boxsacks. Hier entscheidet sich, ob das Training Spaß macht oder rasch zum Frusterlebnis wird. Das Gewicht wirkt sich auf das Schwingverhalten und das Feedback der Schläge aus. Für einen austrainierten Boxer kommt ein Boxsack mit einem Gewicht von 25 Kilogramm nicht in Frage, denn der Boxsack würde unkontrolliert schwingen. Einsteiger und Hobbyboxer hätten dagegen Probleme mit einem 100-Kilo-Ledersack. Das Schlagfeedback wäre vergleichbar mit einem Schlag gegen eine Mauer. Der Boxsack würde sich keinen Millimeter bewegen. Als Faustregel gilt, dass der Boxsack etwa 40 bis 50 Prozent des eigenen Körpergewichts entspricht. Wer über das Anfängerstadium hinaus ist und bereits über eine gewisse Schlagkraft verfügt, kann einen Boxsack wählen, der 60 bis 70 Prozent des Eigengewichts aufweist. Bei Standboxsäcken ist das Gewicht ein wichtiger Aspekt, da Schwingverhalten und Stabilität zusätzlich eine Rolle spielen. Sowohl ein mit Wasser als auch ein mit Sand gefüllter Standboxsack sollte mit 60 Kilogramm für Anfänger und 75 Kilogramm für Fortgeschrittene gefüllt sein.

Boxsack alles was du darüber wissen musst. Sandsack Training mit One Two Punch:

Gute Füllung, lange Lebensdauer

Die Lebensdauer eine Boxsacks hängt nicht nur von der Materialpflege ab. Auch die Füllung spielt eine Rolle. Ein gerissener Boxsack kann leicht repariert werden, wenn die Hülle aus Leder, Kunstleder, Nylon oder Segeltuch besteht. Bei dünnen Kunststoffen und PVC gestaltet sich die Reparatur schwierig und ist in der Regel unmöglich. Das Innere eines Boxsacks kann ebenfalls aus verschiedenen Materialien bestehen. Gängig sind Schaumstoff, Kunststoffgranulate, Stoff- und Lederreste, Körner (zum Beispiel Mais) und seltener Sand. Eine Füllung aus Stoff- und Lederresten gibt dem Boxsack eine angenehme Elastizität. Sie wird daher heutzutage vielfach verwendet, während in der Vergangenheit Sand zu den gängigen Füllstoffen zählte. Es besteht auch die Möglichkeit, den Füllstoff auszutauschen und seinen eigenen Vorlieben anzupassen. Zu bedenken ist, dass Sand verdichtet und irgendwann steinhart wird. Das wirkt sich sowohl ungünstig auf das Training als auch auf die Lebensdauer des Boxsacks aus. Eine Alternative zu den Stoff- und Lederresten ist Gummigranulat. Gummi ist langlebig, und der Boxsack behält seine Form. Körner, ob Mais oder Reis, pulverisieren mit der Zeit und stauben aus den Nähten heraus. Beim Kauf eines Boxsacks sollte gleich an die Decken- oder Wandhalterung und Zubehör wie Gelenkwirbel oder Ketten und an Boxhandschuhe und Bandagen gedacht werden, damit nach der erfolgten Montage gleich mit dem Training begonnen werden kann.


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