Schnelles Internet auch im Dorf?
Artikel vom 20.März 2012 – Update unten:
Wer nicht gerade aus einer Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg kommt der kennt das leidige Thema mit dem langsamen Internet auch heute noch. Ich komme aus einem 9000 Seelen Dorf namens Magstadt. Angefangen hat bei mir alles noch mit einem 28K Modem, ein wahnsinns Speed, den sich heute keiner mehr vorstellen kann. Ein Seitenaufbau hat damals noch gute 4-5 Sekunden in Anspruch genommen, vorrausgesetzt es war kein Bild auf der Seite. Als ich nach dem 56k Modem und ISDN endlich auf DSL umsteigen konnte war ich glücklich wie ein Kleinkind dass eine Ritterburg zu Weihnachten bekommt.
DSL im kleinen Dorf
Nach dem ich monatelang den Ausbaustatus verfolgt habe war es endlich soweit, DSL war bei mir offiziell verfügbar. Aber dass DSL nicht gleich DSL ist, das musste ich schon früh feststellen. Zwar war laut Ausbaustatus das DSL mit damals noch 768 Kbit/s verfügbar, angekommen sind davon aber keine 500 Kbit/s. Wo der Internetverteiler unseres Dorfes genau steht hab ich aber bis heute nicht genau erörtern können, nur eines weis ich, er ist nicht in meiner direkten Umgebung. Eine Alternative zu DSL wie Breitbandkabel oder Internet per Satelit gab es damals noch nicht, zumindest nicht bei mir.
Die Ära des immer schneller werdenden DSLs
Natürlich habe ich weiterhin in regelmäßigen Abständen den Ausbaustatus von Magstadt verfolgt. Und in gewissen Abständen wurde auch bei uns aufgestockt. Aus DSL 768 wurde zuerst DSL 1000, danach gab es erst DSL 2000 und irgendwann auch DSL 6000. Kleinere Packete wie DSL 3000 oder 4000 wurden auch angeboten, ein DSL 5000er Anschluss gab es meines Wissens bei uns aber nicht. Als schon die ganze Welt von Breitband-Verfügbarkeit gesprochen hat, einige schon von mega schnellen Kabelleitungen berichtet haben und Großstädte flächendeckend mit schnellen DSL Leitungen ausgebaut waren, war es auch endlich bei mir Verfügbar: DSL 16.000. Und wieder war ich das Kleinkind das eine Ritterburg zu Weihnachten bekommt.
Breitband-Verfügbarkeit in Magstadt
Mit DSL 16.000 war ich erstmal zufrieden, allerdings musste ich schmunzeln als ich mir den Ausbaustatus und die Breitband-Verfügbarkeit in Magstadt erneut angeschaut habe. Ein Freund von mir wohnte ca. 200 Meter Luftlinie entfernt, allerdings liegt sein Haus in einer Ministraße die an einer Wiese endet und wie es die Telekom so will, konnte er immernoch nur auf DSL 2000 zurückgreifen. Während ein anderer Freund eher im Zentrum unseres Dorfes wohnt und dort schon V-DSL mit 25.000 KBits zur verfügung hatte.
Heutiger Ausbaustatus
Da ich neulich umgezogen bin habe ich mir natürlich genaustens angeschaut was verfügbar ist, dazu habe ich den Ausbaustatus verschiedener Anbieter unter www.dsl-stadt.de begutachtet, ein Vergleich der Internetanbieter ist definitiv ratsam! Ein Internetanschluss wurde mir nun von 6 Firmen angeboten:
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Telekom
Die Telekom bietet mir beim Eingeben meiner Daten 2 Tarife an: Entertain mit bis zu 16 Mbit/s und Entertain Sat mit bis zu 16 Mbit/s – ebenso wird angebeben “DSL und/oder VDSL verfügbar”. Mit dem Bestellformular und den Tarifen komme ich leider nicht weiter, ich erfahre wahrscheinlich bis zum Abschluss nicht ob 16k,25k oder 50k verfügbar ist. Zum Glück habe ich den VDSL Ausbaustatus in meinen Lesezeichen gespeichert, diesen findet man nämlich nicht auf anhieb: VDSL Ausbaustatus der Telekom

© Google / Telekom
Die Grafik zeigt mir, dass es in Magstadt schon VDSL gibt, in meiner Straße allerdings maximal DSL 16 Plus verfügbar ist.
Kabel BW
Kabel BW zeigt mir gleich 10 verschiedene Tarife an, die bei mir Möglich sind:

© KabelBW
Die Anschlussgeschwindigkeiten der Tarife variieren stark:
- Bis zu 12 MBit/s Downstream – Bis zu 0,4 MBit/s Upstream
- Bis zu 32 MBit/s Downstream – Bis zu 1 MBit/s Upstream
- Bis zu 50 MBit/s Downstream – Bis zu 2,5 MBit/s Upstream
- Bis zu 100 MBit/s Downstream – Bis zu 2,5 MBit/s Upstream
Geschäftskunden können ebenfalls auf folgende Bandbreiten zurückgreifen:
- Bis zu 25MBit/s Downstream – Bis zu 2 MBit/s Upstream
- Bis zu 50 MBit/s Downstream – Bis zu 4 MBit/s Upstream
- Bis zu 100 MBit/s Downstream – Bis zu 6 MBit/s Upstream
Für Vodafone
werden mir direkt auf dsl-stadt.de 2 Tarife ausgespuckt.
- DSL Classic Paket – DSL 16.000 – für 24,74€ im Monat
- DSL CLassic Paket – DSL 50.000 – für 34,74€ im Monat
Bei der Tarifauswahl direkt auf Vodafone wird mir allerdings als höchstes Paket das “Vodafone DSL Maxi Paket mit bis zu 16000 kbit/s” ausgegeben.
1 und 1
spuckt mir bei der Überprüfung keine direkten Angaben zur Geschwindigkeit aus, lediglich “1&1 DSL ist an Ihrem Wohnsitz verfügbar!”. Wähle ich im Anschluss das DSL 50.000 Paket wird eine erneute Prüfung durchgeführt die zum Tageslicht bringt “An Ihrem Wohnsitz ist die Surf-Geschwindigkeit von 50.000 kBit/s aus technischen Gründen leider noch nicht möglich. ” – Das maximale ist 16.000 kBit/s.
Auch Alice
das zu 02 gehört will mir eine “DSL Surf-Flatrate mit bis zu 16 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit” verkaufen. Eine Überprüfung findet erst nach der Tarifauswahl statt und siehe da, diese sagt mir dass ein Alice Anschluss derzeit nicht bei mir möglich ist, ich kann mich allerdings als Interessent vormerken lassen.
Congstar
bietet erst auch keine Verfügbarkeitsprüfung an, hier wird man gleich mit der 16.000er DSL Flat für 24,99€ gelockt. Erst als ich bestellen will wird eine Überprüfung durchgeführt. Aber anderst als Alice vermag es auch Congstar die 16.000er Leitung tatsächlich zu stellen.
Fazit
Letztendlich hat bei mir die größte Bandbreite gewonnen: KabelBW 100Mbit/s Down-/2,5Mbit/s Upstream. Nicht der allerhöchste Tarif, aber die Geschäftskundenleitung war mir dann doch zu teuer. Ich muss schon sagen, die Steigerung von 16.000 auf 100.000 KBit/s Downstream ist gigantisch, ein weiteres mal fühl ich mich wie ein Kleinkind dass zu Weihnachten eine Ritterburg geschenkt bekommt =)
Update 23.05.2013
Nach mehr als einem Jahr habe ich mir gedacht, ich werde den Test erneut wagen und schauen welche Geschwindigkeiten und Tarife mir mittlerweile angeboten werden.
Telekom
Als erstes habe ich mir den momentanen Ausbaustatus der Telekom angeschaut:

Telekom- Ausbaustatus © Telekom / Esri, DeLorme, NAVTEQ, USGS, Intermap, iPC, NRCAN, Esri Japan, METI, Esri China (Hong Kong), Esri (Thailand), TomTom, 2013
Die Telekom hat ihre Map des Ausbaustatus geändert, für mein Empfinden allerdings zum Schlechteren, aber solche Negativ-Änderungen sind wir von der Telekom ja momentan gewohnt. Verfügbar ist an meinem Standort nach wie vor nur DSL 16 Mbit/s, zumindest über einen festen Anschluss, Mobil gehen anscheinend bis zu 42 Mbit/s, ansonsten scheint sich in unserem beschaulichen Dörfchen Magstadt einfach garnichts innerhalb des letzten Jahres getan zu haben. Mein Kollege der am rechten Rand von Magstadt wohnt hat immernoch kein Zugriff auf DSL 16K
Kabel BW
Bei Kabel BW hat sich innerhalb des letzten Jahres dann doch was getan, zumindest was die Tarife angeht. Kabel BW hat übrigens mit UnityMedia fusioniert, die in anderen Teilen von Deutschland schon höhere Verbindungsgeschwindigkeiten als 100Mbit/s anbieten, meine Hoffnung liegt darauf, dass dies auch bald bei mir möglich ist.

Kabel BW Tarife © Kabel BW
Kabel BW bietet mittlerweile nurnoch 3 unterschiedliche Internettarife an:
- Bis zu 10 MBit/s Downstream – Bis zu 1 MBit/s Upstream – 18€ pro Monat
- Bis zu 50 MBit/s Downstream – Bis zu 2,5 MBit/s Upstream – 23€ pro Monat
- Bis zu 100 MBit/s Downstream – Bis zu 5 MBit/s Upstream – 30€ pro Monat
Im vergleich zu vor einem Jahr hat sich vorallem der Upstream verbessert, ebenfalls ist das Preis- / Leistungsverhältniss besser geworden, man bekommt nun mehr Speed für weniger Geld!
Bei den Geschäftskunden hat sich nichts in den Basistarifen geändert:
- Bis zu 25MBit/s Downstream – Bis zu 2 MBit/s Upstream – 39,90€ pro Monat
- Bis zu 50 MBit/s Downstream – Bis zu 4 MBit/s Upstream – 59,90€ pro Monat
- Bis zu 100 MBit/s Downstream – Bis zu 6 MBit/s Upstream – 79,90€ pro Monat
Ebenfalls für Geschäftskunden ist eine symetrische Bandbreite von bis zu 10 GBit/s verfügbar, ein Preis wird hier allerdings nicht genannt.
Den Vergleich der anderen Anbieter spare ich mir an dieser Stelle, da diese jeweils auf die verfügbaren DSL oder Breitbandnetze zugreifen, so sollte also bei jedem der anderen Anbieter der gleiche Speed verfügbar sein, auch wenn diese eventuell eine andere Tarifliche Gestaltung haben, oder verkaufen, was praktisch nicht möglich ist – daher auch der Zusatz “bis zu”, den man mittlerweile bei jedem Anbieter findet.
Kabel BW Speed
Über den Speed bei Kabel BW kann ich mich übrigens nicht beschweren, hier bekomme ich sogar einen Tacken mehr, als eigentlich maximal geliefert werden soll:

Kabel BW Speedtest © Kabel BW
Ich habe nochmals einen Speedtest von einem unabhängigen Speedtest-Anbieter durchgeführt und war erstmal überrascht:
Speedtest Server in Alfdorf von TBits.net GmbH

Speedtest © speedtest.net
Speedtest Server in Esslingen von IS-Esslingen

Speedtest © speedtest.net
Speedtest Server in Karlsruhe von Black Fibre Networks Ltd

Speedtest © speedtest.net
Speedtest Server in Frankfurt von Vodafone DE

Speedtest © speedtest.net
Wie man sieht werden solch hohen Verbindungsgeschwindigkeite auch nur erreicht, wenn der Server auf der Gegenseite diese Leistung auch wirklich erbringen kann. Schön zu sehen ist es aber alle mal, was denn maximal durch die Leitung geht und vorallem wenn das dann sogar noch mehr ist als das, was einem Versprochen wird =)
Xbox 720 & Playstation 4 unterstützt heutige Spiele nicht

Playstation-Controller © Markus Hein / pixelio.de
Erste Gerüchte, keine guten Nachrichten
Trotzdem es bisher noch keine offizielle Ankündigung gab, dringen immer wieder neue Gerüchte nach außen. So soll die neue Xbox auf die Prozessorarchitektur mit x86-Standard wechseln. Genauso wie Konkurrent Sony bezieht Mircrosoft seine Prozessoren damit von AMD und nicht wie bisher von IBM. Für AMD ist dies, zusammen mit der Tatsache, dass auch Playstation Hersteller Sony sich jetzt von ihnen beliefern lassen, ein großer Coup. Für Spieler bringt diese Neuerung jedoch einen großen Nachteil mit sich. Da die Chips von IBM auf der PowerPC-Architektur basierten, werden alle bisher erschienen Spiele auf der neuen Konsole nicht lauffähig sein. Damit wird es für Microsoft natürlich noch wichtiger für ein ausreichendes Spieleangebot zu sorgen, wenn die neue Xbox auf den Markt kommt. Neben der Diskussion um die „Always On“-Funktion ist dies sicherlich die negativste Meldung zur NextGen Xbox.Noch ist allerdings nicht alle Hoffnung verloren.
Die Firma Sony hat ebenfalls angekündigt, dass ältere PS3 Spiele auf der Playstation 4 nicht laufen werden. Als Ausgleich sollen diese jedoch zu einem späteren Zeitpunkt über den neuen Cloud Gaming Service Gaiko angeboten werden. Die Spiele laufen auf einem extra Server und werden nur auf die Konsole gestreamt. Dadurch entfallen die Kompatibilitätsprobleme. Microsoft hat bisher noch kein Ankündigung gemacht, dass sie etwas ähnliches planen, die Hoffnung besteht aber. Dass würde das Spieleproblem nur zu einem kurzfristigen machen, dass echte Fans sicher verschmerzen können.
Update 23.05.2013: Es wurde bekannt gegeben, dass die neue XBox den Titel XBox One Trägt.
Higgs-Boson – das Gottesteilchen
Die neuesten Entdeckungen haben hohe Wellen geschlagen. In vielen Magazinen wird darüber berichtet. Es liest sich, wie ein modernes Märchen. Da ist von Higgs die Rede, von SuSy und von Cern. Da dreht sich alles um echt oder falsch, Sein oder nicht Sein ist wieder die Frage … Ach, und es dreht sich um das Universum. Worum es geht? Um die Erforschung des Alls und den Versuch, dem Ursprung endgültig auf die Schliche zu kommen – Physik, also!
Higgs-Boson verunsichert Fachwelt
Beim Higgs-Boson oder Higgs-Teilchen, auch Gottesteilchen genannt, handelt es sich um ein Elementarteilchen aus dem Standardmodell der Elementarphysik. Es ist elektrisch neutral, hat kaum Masse, wird aber von allen anderen Teilchen benötigt, damit jene in Wechselwirkung untereinander treten können, da es denen erst Masse verleiht. Tatsächlich habhaft werden konnten Forscher ihm noch nicht, da eine immense Energie und ein großer Teilchenbeschleuniger für den Nachweis nötig sind. Das Higgs-Boson entsteht nämlich erst bei der Kollision anderer Teilchen miteinander. Aber, die Wissenschaftler im Forschungszentrum CERN arbeiten daran.
Was die Wissenschaftler nun an Apokalypse denken lässt, ist der Umstand, dass unser Universum, laut Modell, zum Großteil aus einem Vakuum besteht. Aus einem Echten, versteht sich. Dem Vakuum, in dem sich nichts befindet, so wie es in den Schulen gelehrt wird. Mit dem Nachweis des Gottesteilchens, dem Higgs-Boson und dem Higgs-Mechanismus, ist nun aber klar, dass es dieses leere Vakuum nicht gibt. Im All herrscht ein “falsches” Vakuum, in dem sich zumindest Quantenfelder befinden. Somit ist davon auszugehen, dass dieses angeregte Vakuum seinen Grundzustand – die absolute Leere – anstrebt und dementsprechend auf dem Weg ist, zu kollabieren. Das wäre das Ende für uns und das Universum. Auf der Erde würde niemand etwas von der herannahenden Katastrophe mitbekommen. Geruchlos, tonlos und unsichtbar würde alles vernichtet.
Die Wissenschaft auf der Jagd nach “Gott”
Nun scheint die Apokalypse aber – wieder einmal – auszubleiben. Das Universum besteht seit mindestens 17,8 Milliarden Jahren und bisher konnte keine “echte” Vakuumblase, die sich ausbreitet, ausgemacht werden. Sollte doch eine existieren, hat sie es mit der Zerstörung nicht so eilig. Während die Wissenschaftler sich mittlerweile sicher sind, ein Higgs-Boson “gefasst” zu haben, stellt sich schon die nächste Frage. Welches ist es denn und wie viele gibt es? Denn es ist auch bekannt, dass das anerkannte Standardmodell Lücken aufweist. Deshalb wurde eine neue, zusätzliche Theorie entwickelt, die sich Supersymmetrie nennt, kurz SuSy. SuSy besagt, dass jedem bekannten Teilchen auch ein schwerer Partner, genannt “Superpartner”, zur Seite steht, der alles im Gleichgewicht hält.
Das neue Nexus 7
Die nächste Generation des beliebten Google Tablets Nexus 7 wird vermutlich kommende Woche vorgestellt. Schon im Vorfeld sind einige der möglichen Neuerungen im Gespräch.
Die möglichen Neuerungen aus der Gerüchteküche:
Mehreren Quellen zufolge wird das neue Nexus 7 über ein sehr hochauflösendes Display verfügen. Zudem soll ein neuer, sehr schneller Prozessor an Bord sein und das Nexus 7 soll eine Kamera für die Rückseite bekommen. Diese wurde bisher schmerzlich vermisst. Trotz all dieser Neuerungen soll auch dieses Nexus 7 wieder für 199 Dollar in den USA zu haben sein. Der Preis für Deutschland wird sich wahrscheinlich wieder 1:1 an dem Dollarpreis orientieren.
Konkrete technische Details und ein möglicher Termin
In den vergangenen Jahren hat Google die hauseigene Entwicklerkonferenz I/O immer dafür genutzt neue Geräte oder Programme vorzustellen. Da im vergangenen Jahr das aktuelle Nexus 7 Tablet vorgestellt wurde, liegt es nahe, dass nächste Woche der Nachfolger des aktuellen Nexus 7 präsentiert wird. Analyst Ming-Chi Kuo von KGI hat anscheinend schon konkrete Details erfahren. Der Name des neuen Tablets wird wahrscheinlich „New Nexus 7“ lauten und es soll ab 199 Dollar zu haben sein. Das Display soll Full HD Filme abspielen können bei der sogenannten WUXGA-Auflösung, die 1920 x 1200 Pixel auflöst und damit höher etwas auflöst als Full HD. Bislang hat das Nexus 7 eine Auflösung von 1280 x 800 Pixel gehabt und konnte Videos in 720p abspielen.
Die Rückseite soll den Gerüchten zufolge eine Kamera erhalten, die mit fünf Megapixeln auflöst. Beim zukünftig verbauten Prozessor wird es sich vermutlich um einen bekannten Snapdragon S4 Pro SoC Prozessor von Qualcomm handeln. Um für eine gute Laufzeit zu sorgen, wird der Akku über eine Kapazität von etwa 4000mAh verfügen. Zudem soll man das Tablet per Induktion, drahtlos laden können. Android 4.3 wird voraussichtlich das Betriebssystem des neuen Nexus Tablets sein. Um Gewicht und Kosten zu sparen und somit den guten Preis zu sichern, wird das Gehäuse, wie schon bei zahlreichen Galaxy Produkten von Samsung bekannt, aus Kunststoff bestehen. Dies mag zwar auf den ersten Blick einen eher billigen Eindruck machen, jedoch hat sich der Kunststoff als sehr robust und strapazierfähig erwiesen.
Großer Aufriss um kleine Teilchen: Wissenschaftler schießen mit Röntgenstrahlen auf Teilchen
Dem Begriff “Teilchenbeschleuniger” haftet nicht ganz zu Unrecht ein gewisser Hauch von Science-Fiction an. Das, was bei der Beschleunigung von Teilchen nämlich tatsächlich passiert, klingt für einen Laien nicht selten so, als sei es direkt aus der Originalvorlage für “Star Wars” entnommen worden. Am bekanntesten dürfte in diesem Zusammenhang wohl der “Large Hadron Collider” – kurz LHC – des Genfer Kernforschungszentrums CERN sein. Doch auch in Deutschland wird fleißig mit kleinen Teilchen an großen Projekten geforscht.
Zwei Aushängeschilder von DESY: PETRA und FLASH
Das Hamburger Forschungszentrum “DESY” (Deutsches Elektronen-Synchotron) befindet sich mitten im Stadteil Bahrenfeld der Hansestadt. Dort sind eifrige Forscher bereits seit den 1960er-Jahren darum bemüht, ihre Forschungsprojekte mit einem der gigantischen Messgeräte durchführen zu können. Eines der Geräte nennt sich “PETRA” und ist einer der größten so genannten Ringbeschleuniger seiner Art. In diesen meist mehrere Kilometer langen Röhrenbauten werden geladene Teilchen wie zum Beispiel Atomkerne oder Elementarteilchen mittels elektromagnetischer Felder auf Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um die Grundlagen des Verhaltens von Materie zu erforschen. Ein weiterer Beschleuniger des Forschungszentrums ist “FLASH”. Anders als bei PETRY wird bei FLASH nicht im Kreis rotiert, sondern punktgenau beschossen: Ein hochgradig intensiver Laser wird hier auf ein bestimmtes Material abgefeuert. Bei der Strahlung des Lasers handelt es sich um Röntgenstrahlung, ganz ähnlich wie man sie aus dem Krankenhaus kennt: Nur ist FLASH selbstverständlich um das Milliardenfache stärker.
Aktion und Reaktion: Der Zweck von Teilchenbeschleunigern
Zu erklären, was genau mit solcherlei Messinstrumenten erforscht werden soll, ist nicht immer einfach. Die Forschungsanliegen, mit denen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt um einige begehrte Stunden mit den teuren Maschinen bewerben, sind so unterschiedlich wie die Naturwissenschaften selbst. Meist geht es darum, das Verhalten von Stoffen im sehr kleinen Zeitintervall zu beobachten. Mit FLASH zum Beispiel lässt sich eine chemische Reaktion im Femtosekundenbereich abbilden, das bedeutet in Schrittlängen von 0,000000000000001 Sekunden. So kann das Verhalten von sehr kleinen und sehr schnellen Prozessen unserer realen Welt in einer nachvollziehbaren Art und Weise dargestellt werden. Die Forscher erhoffen sich dadurch Einblicke in die Grundsysteme der Naturwissenschaften – zum Beispiel, wie chemische Stoffe wie das Vitamin B12 in unserem Körper umgewandelt werden.
Neuartiges Fahrradgetriebe
Luft- und Raumfahrtingenieur Christoph Lermen und Wirtschaftsingenieur Michael Schmitz haben ein neuartiges Getriebe für Fahrräder entwickelt. Schon Prototypen dieses neuartigen Getriebes haben den beiden Ingenieuren und deren Team viel Lob eingebracht. Die endgültige Serienproduktion startete nun 2012. Das Unternehmen Pinion beschäftigt mittlerweile zehn Mitarbeiter und hat den Hauptsitz in Denkendorf.
Das Getriebe
Dieses neuartige Getriebe vereint laut Pinion die Vorteile der bisher gängigen Naben- und Kettenschaltungen in einem Getriebe. Besonderer Vorteil ist, dass das Getriebe in einer Kapsel untergebracht ist und somit vor Korrosion durch Schmutz und Wasser geschützt ist. Dieses Getriebe ist jedoch nicht für alle Fahrräder geeignet, da es einen speziellen Rahmen benötigt. Aufgrund der Bauweise ist eine spezielle Aussparung bei den Pedalen nötig, um das Getriebe anzubringen. Das Getriebe selbst wiegt knapp 2,7kg und ist somit etwas schwerer als andere Schaltungen. Durch das Treten in die Pedale wird ein Teil des Getriebes mit insgesamt sechs Zahnrädern angetrieben. Die aufgewendete Kraft kann im Getriebe auf drei weitere Zahnräder übertragen werden. Dadurch erhält der Fahrer des Fahrrads die Möglichkeit aus 18 Gängen den passenden Gang auszuwählen. Bei einer klassischen Kettenschaltung überlagern sich die Gänge. Bei dem Getriebe von Pinion nicht. Die Übersetzung von Gang zu Gang ist immer um zwölf Prozent abgestuft. Durch die 18 Gänge ist eine sehr hohe Bandbreite der verschiedenen Übersetzungen möglich, was bei anderen Schaltungen aufgrund der Überlagerung nicht Möglich ist. Zudem läuft die Fahrradkette nur über zwei Zahnräder im Gegensatz zu anderen Schaltungen. Somit erhöht sich deren Lebensdauer.
Die Besonderheit des Getriebes
Die Besonderheit des Getriebes liegt darin, dass sich das eigentliche Getriebe in einer Kapsel voller Öl befindet und somit von allen Umwelteinflüssen abgeschottet ist. Wie bei einem Auto muss das Öl jedoch regelmäßig, alle 10000km, gewechselt werden. Laut Schmitz kann dies aber von jedem Nutzer selbst vorgenommen werden. Ein Getriebe hat eine Lebensdauer von rund 60000km.
Der Anfang
Im Jahre 2006 haben sich Schmitz und Lermen als Werksstudenten bei Porsche kennengelernt. Da beide selbst gerne fahrradfahren kamen sie auf die Idee für ein Getriebe speziell für Fahrräder. Die Automobilindustrie und die Abläufe waren teils Vorbild für die Entwicklung und Erprobung des Getriebes. Einer der ersten wichtigen Einrichtungen der ist ein Prüfstand gewesen, um die Getriebe fortlaufend zu testen und somit das Design und den Aufbau zu optimieren. Auch heute noch ist ein Prüfstand unerlässlich, damit die Qualität der Getriebe auch während der Serienproduktion garantiert werden kann. In Hauptsitz in Denkendorf werden die Getriebe montiert, getestet und vertrieben. Zu den Tests zählte u.a. auch, dass die Zulieferer und die Qualität der Einzelteile sehr gut überprüft wurden und bei Mängeln höhere Qualität gefordert wurde.
Die Qualitätssicherung und Serie
Jedes Getriebe wird vor der Auslieferung nochmals ausgiebig getestet. Ein Fahrrad steht erhöht auf einem Tisch und dessen Hinterrad steht auf einer Rolle, ähnlich wie bei Prüfständen für Automobile. Ein Mitarbeiter muss dann eine bestimmte Testprozedur „abfahren“. Beide Ingenieure haben jedoch vor, diesen Prozess nach und nach zu automatisieren, um identische Bedingungen während den Tests zu schaffen. Das fertige Getriebe wird jedoch nicht als Einzelteil beispielsweise zum nachrüsten erhältlich sein. Denn es benötigt eine spezielle Aussparung im Rahmen des Fahrrads direkt bei den Pedalen. Auch die Preisgestaltung ist daher recht offen, da die Hersteller der Fahrräder über den Endpreis entscheiden. Jedoch wird ein einzelnes Getriebe im mittleren hundert Euro-Bereich liegen. Zu Beginn würde das Getriebe in Serie für Mountainbikes angedacht, da es vor Schmutz und Wasser geschützt ist, jedoch werden auch normale Fahrräder für längere Strecken mittlerweile mit dem Pinion Getriebe ausgestattet. In Zukunft könnte man auch Elektrofahrräder mit einem solchen Getriebe ausstatten, dennoch legen die beiden Ingenieure ihren Blick momentan auf die reine Serienproduktion des Getriebes.
Die 9 Gang Automatik

Symbolbild Getriebe © Dieter Schütz / pixelio.de
Geringerer Krafstoffverbrauch
Der erste europäischen Wagen, der mit Neun-Gang-Automatik ausgestattet wird, heißt Range Rover Evoque. Laut dem Hersteller Land Rover handelt es sich bei diesen Konstruktionen nicht nur um Ergebnisse, die durch das Wettrüsten im Marketing entstehen, sondern um Vorteile, die ökonomisch bedingt sind. Der Kraftstoffverbrauch sinkt schließlich bei solchen Wagen mit Neun-Gang-Getrieben um ungefähr zehn Prozent. Zur Hälfte sind bei den Kraftstoffeinsparungen die Start-Stopp-Funktionen beteiligt, welche in den neuen Getrieben integriert sind. Die andere Hälfte rentiert sich durch die Vielzahl der Gänge, die weiter gespreizt werden. Zudem können sich die Drehzahlen besser anpassen. Die Range Rover Evoque Modelle ersetzen mit den neuen Automatik Getrieben ihre Vorgänger Modelle mit sechs Gängen. Dabei wiegen die neuen Automatik Getriebe mit den zusätzlichen Gängen 7,5 Kilo weniger, und sind damit sogar leichter.
Motoren mit vier Zylindern
Zur gleichen Zeit wie Range Rover, baut auch Jeep, mit den neuen Cherokees, ein Auto mit Neun-Gang-Automatik. Auch dieser Geländewagen wird mit der Neun-Gang-Automatik im Kraftstoffverbrauch deutlich sparsamer. Das liegt aber auch an den neuen Motoren, die mit den Neun-Gang-Automatik-Getrieben zusammengebaut werden. Es handelt sich dabei um Motoren mit vier Zylindern, statt den herkömmlichen sechs Zylindern. Jetzt geht der Kraftstoffverbrauch dadurch nach Herstellerangaben um sogar 45 Prozent zurück. In Europa sind Fahrzeugmodelle mit Neun-Gang-Automatik-Getrieben auch mit Dieselmotoren erhältlich.
Noch mehr Gänge
Die neuen Neun-Gang-Automatik-Getriebe, die die Hersteller Land Rover und Jeep in die neuen Fahrzeugmodelle einsetzen, werden von der Firma ZF, die in Friedrichshafen ansässig ist, geliefert. Dieser deutsche Zulieferer ist sehr optimistisch, wenn es darum geht, dass immer mehr Gänge in den Getrieben eingebaut werden. Und das, obwohl die Radsätze komplexer werden, und die Steuerungen dementsprechend aufwendiger. Diese Tatsachen stellen die Monteure vor immer neue Voraussetzungen. Noch mehr Gänge als in den Neun-Gang-Automatik-Getrieben gibt es bereits in LKWs. Schaltungen mit Untersetzungsgetrieben, die zwölf und sogar mehr Gänge haben, sind angesagt. Im Pkw-Bereich arbeitet Volkswagen an 10-Gang-Doppelkupplungsgetrieben, damit der Kraftstoffverbrauch letztendlich bei ihren neuen PKW-Modellen sinkt. Auch die Fahrzeug Hersteller Ford und General Motors haben weitere Gänge in ihren Getriebe Konstruktionen. Dabei arbeiten diese beiden US-Unternehmen gemeinsam an neuen Wandlerautomaten. Nicht nur Neun-Gang-Automatik-Getriebe werden von ihnen bereits entwickelt, sondern sogar Zehn-Gang-Automatik-Getriebe. Diese kommen aber erst im Jahre 2016 in den Handel. Das GM Tochterunternehmen Opel montiert zur Zeit in den größeren Modellen zunächst nur Acht-Gang-Automatik-Getriebe, die Spriteinsparungen von bis zu vier Prozent garantieren. Damit gleicht sich Opel an die Premiumhersteller VW, Jaguar, Land-Rover und BMW an, welche eine Acht-Gang-Automatik bereits benutzen. Opel konstruiert aber für seine kleineren Modelle ebenfalls neue automatisierte Schaltgetriebe. Weitere Neuerungen stellt der Hersteller Ford vor. Dabei handelt es sich um Erweiterungen der Doppelkupplungsautomatik.
Getriebevarianten
Insgesamt fordert die Entwicklung im Fahrzeugbau immer mehr Gänge. Bald wird es Automatikgetriebe geben, die mehr als zehn Gänge haben. Und wenn die Gänge immer weiter gespreizt und noch feiner abgestuft werden, kommt man nicht nur zu Automatik-Getrieben, die 12, 18 oder gar 24 Schaltstufen haben, sondern zu bestimmten Getriebevarianten. Bereits erfunden ist da die stufenlose Automatik. Diese benutzt für alle individuellen Fahrsituationen angepasste Übersetzungen, wie das bei japanischen Herstellern bereits üblich ist. Das Ansprechverhalten und der Fahrkomfort werden bei diesen Getriebetechniken erprobt.
Lager und die verschiedenen Ausführungen
Wie funktioniert ein Lager?
Das Lager ist nach der Statik die Verbindung eines Körpers zu seiner Umgebung. Damit der Körper das Gleichgewicht halten kann, werden die dafür benötigten Kräfte und Momente durch das Lager übertragen. In der Technik wird als Lager ein Gegenstand gemeint, der als Verbindung fungiert und Kräfte überträgt. Es gibt auch Lager, die Momente übertragen, doch diese werden Einspannung genannt. Eine Einspannung besitzt einen Freiheitsgrad (f) von 0. Das heißt, dass eine Einspannung nur Kräfte und Drehmomente überträgt, der Körper jedoch selbst keine Bewegung verzeichnet. Neben der Einspannung existieren noch Fest- und Loslager.
Was sind Kräfte und Momente?
Die Kraft wird als F bezeichnet. Sie ist für jede Form von Körper sehr wichtig, da sie diese beschleunigen kann, physikalische Arbeit kann verrichtet werden und Reibung kann entstehen. Das sind aber nur einige der Einsatzgebiete der Kraft. Momente sind auch als Drehmoment bekannt und erhalten das Formelzeichen M. Sie ist wichtig für Verwindungen des Körpers, der sich dadurch beschleunigen und abbremsen kann. Zusammen bilden diese beiden Größen das Fundament von Lagern.
Das Wälzlager
Ein Wälzlager kann in zwei Varianten genutzt werden, also als Festlager und als Loslager. Das Wälzlager besteht aus mehreren Komponenten: Ein äußerer Ring wird durch rollende Wälzkörper vom Inneren getrennt. Die Wälzkörper liegen dabei in einem Wälzkörperkäfig, der für den korrekten Abstand der Körper im Lager sorgt. Falls diese untereinander Reibung erzeugen würden, könnte keine korrekte Kraftübertragung entstehen und Energie verloren gehen. Durch die Käfige werden auch Verschleißerscheinungen der Körper verhindert. Wälzlager werden als Fixierung von Achsen und Wellen genutzt. Dabei übernehmen sie die Kräfte (radial und axial) und ermöglichen somit eine Rotation. Die Kombination der Komponenten erzeugt eine Rollreibung, die mithilfe einer guten Schmierung stark verringert werden kann und dadurch mit Langlebigkeit punkten. Die Lebensdauer eines Lagers kann schlecht bestimmt werden, denn dafür sind auch die äußeren Einflüsse von größter Bedeutung. Die größten Feinde von Lagern sind Schmutz, eindringendes Wasser, Temperaturschwankungen und extreme Belastung. Viele Lager erreichen eine Lebensdauer von mehr als 2 Milliarden Umdrehungen. Diese sind meistens in Schiffen und Grubenpumpen zu finden. Haushaltsgeräte besitzen meist Lager, die nur wenige hundert Stunden aushalten. Bei der Montage von Wälzlagern werden meist nur der äußere und innere Ring zusammengepresst.
Nadellager
Lager werden in allen möglichen technischen Bereichen benötigt. Das Nadellager zum Beispiel besitzt statt Kugeln dünne Zylinder, die einer Nadel ähneln und Nadelrollen genannt werden.
Bauarten von Nadellagern
- Nadelkränze: Wälzkörperkäfig mit Wälzkörpern die kein äußeres Gehäuse besitzen
- Nadellager ohne Innenring: eine gehärtete Lauffläche auf der Welle ist erforderlich
- Nadellager mit Innenring: es ist nur eine einfache gezogene Welle erforderlich
Weitere Varianten des Wälzlagers:
- Kugellager sind die bekanntesten Lager. Sie gelten als simpel und kostengünstig. Sie besitzen mehrere Unterarten wie zum Beispiel Rillenkugellager oder Schrägkugellager. Es werden Kugeln als Wälzkörper genutzt.
- Rollenlager besitzen zylinderförmige Körper, die seitlich angeordnet im Käfig liegen. Sie können nur bis zu bestimmten Punkten axiale Kraft aufnehmen. Das Kegelrollenlager stellt dabei eine Ausnahme dar und kann beide Kräfte aushalten. Die schwerste Belastung der Rollenlager wird vom Pendelrollenlager gegeben. Dieses kann radial und axial sehr gut standhalten.
- Axiallager (Drucklager) dienen als zusätzlicher Ausgleich bei hohen Axialkräften.
Werkstoffe zur Fertigung von Lagern
Der meistgenutzte Stoff für Wälzlager ist Chromstahl in der Variante 100Cr6, der sehr hart und widerstandsfähig ist, mit diesem Wälzlagerstahl werden zum Beispiel auch die Nadelrollen von TIS nach DIN5402 gefertigt. Eine zusätzliche Legierung mit Mangan und Molybdän sorgt für mehr Härte und weniger Rost. Korrosive Umgebung, also überall wo viel Feuchte herrscht, verlangt nach hochlegierten Stählen. Eine Besonderheit ist dabei die Nutzung im menschlichen Körper, der zum Großteil aus Wasser besteht. Dort wären Lager denkbar, doch würden sie der Gesundheit schaden. Hybridlager benötigen zwei Werkstoffe. Die Körper sind meist aus Siliciumnitrid. Somit ist der äußere Ring aus Stahl und die Körper aus Keramik. Sie werden als Hybridlager bezeichnet, da sie durch die Keramikkörper weniger Reibung und geringere Fliehkräfte aufweisen. Durch die hochwertigen Stoffe werden sie für hohe Geschwindigkeiten, zum Beispiel bei Elektromotoren genutzt. Es gibt auch komplette Lager aus Keramik. Lager können auch in der Chemie gebraucht werden. Dort sind sie meistens aus Plastik um stark ätzenden Säuren standzuhalten. Stromisolierende Lager sind wichtig, damit Ladungen elektrischen Stromes keine Schäden anrichten können.
Geschichte des Wälzlagers
Die ersten Formen von Wälzlagern wurden schon von den Kelten und Römern genutzt. Dabei bestanden die Körper noch aus harten Holzen um der Belastung standhalten zu können. Sie wurden meist in Dreh- oder Hebewerkzeugen verwendet und zeugen schon früh von der Wirksamkeit dieses Systems. Den größten Aufschwung erhielten die Lager in der Industrialisierung, da Gleitlager nicht viel aushielten und somit ein neues System her musste. 1759 wurde das erste Wälzlager mit Käfig von dem Erfinder und Uhrmacher John Harrison entwickelt. Dieser ist bekannt für die Lösung des Längenproblems und seine Uhren erlaubten die ersten genauen Längenmessungen auf See. Philip Vaughan aus Wales patentierte im Jahr 1794 das erste Kugellager, das er zusammen mit den ersten Achsen erfand. Der Franzose Jules Suriray konnte 1864 das erste Patent für Kugellager an Fahrrädern anmelden, wogegen der Schwede Sven Gustaf Wingqvist 1907 das erste Pendelkugellager erfand. In der Geschichte wurden die Lager immer wieder perfektioniert und durch ihre Langlebigkeit und dem geringen Verschleiß werden sie fast überall genutzt.
Bemessungswerte
Um ein funktionierendes Wälzlager entwickeln zu können, benötigt es mehrerer Werte:
- Drehzahl und Geschwindigkeit
- Radialkraft
- Axialkraft
- Durchbiegung und mögliche Schiefstellung von Achse oder Welle
- Statische und dynamische Tragzahl
- Belastungsrichtung
- Äußere Einwirkungen, darunter zählen Temperatur, Schwingungen und Vibrationen, Staub & Wasser
- Die Einbaubedingungen, zum Beispiel ob das Gerät steif oder nachgiebig ist und möglicherweise brechen könnte.
Forscher haben hauchdünnen Tarnmantel entworfen

Getarntes Chamaeleon
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Revolution 3D-Drucker
Nicht nur auf der CeBIT 2013, sondern auch in den News ist immer wieder von 3D-Druckern zu hören gewesen. Diese neue Art von Drucker stellt Druckerzeugnisse in 3D-Optik zum Anfassen her und soll in der nächsten Zeit den Markt revolutionieren, denn es ist möglich mit einem guten Design am Computer wirklich alles zu drucken. 3D-Drucker sind nicht nur in der Industrie vertreten, sondern immer mehr Hersteller bieten diese für den Heimgebrauch an, womit Designer und Interessenten, auch Künstler, ihre Ideen in ein Modell umsetzen können, ohne dafür viel Geld auszugeben.
Die Technik der 3D-Drucker
Das Gerät existiert eigentlich schon seit den 80er Jahren, doch wurde es nur für die Industrie genutzt. Durch den technischen Fortschritt können kleinere Bauteile und mehr Materialien genutzt werden. Dabei werden Gips, Metall, Keramik, Glas, Zement und Kunststoffe zu einem Pulver verarbeitet, auf welches der Drucker zugreift. Das Modell wird durch die Software nun an den Drucker geschickt und dieser sprüht eine erste Lage des Pulvers auf die Form. Der Druckkopf trägt daraufhin eine dünne Schicht schnellen Klebstoffes auf die Schicht auf und so geht es weiter, bis das komplette Model fertiggestellt ist. Falls Pulver nicht genutzt wird, wird dieses durch Luft wieder in den Tank gegeben. Das ist die häufigste Art bei nichtmetallischen Stoffen. Denn Metall kann gesintert werden. Dabei wird das Pulver geschmolzen und Schicht für Schicht aufgetragen. Durch weitere Materialien lassen sich verschiedene Farben oder auch Übergänge und Hohlräume erzeugen. Eine dritte Variante ist die Stereolithographie, bei der flüssiges Harz in die Form gebracht und danach gehärtet wird. Das ist eigentlich schon die große Kunst von 3D-Druckern und war früher nur in der Industrie möglich. Heutige Technik ermöglicht es, diese Drucker kleiner und nicht so teuer zu machen. Auch die Pulver sind sehr leicht zu erwerben.
Andere Materialien und neue Möglichkeiten
Die Technik lässt sich nicht aufhalten und Forscher arbeiten schon an neuen Einsatzgebieten für 3D-Drucker. In Japan gibt es die Kuriosität, den Fötus im Mutterlaib für umgerechnet 930 Euro zu drucken. Dieses Modell wird dann in Glas eingeschweißt und zu Hause in das Regal gestellt. Der Trend wird immer beliebter und auch immer mehr Künstler nutzen 3D-Drucker für ihre Skulpturen. Einen großen Fortschritt möchte die Wissenschaft erreichen. Durch neue Materialien wie organische Tinte lassen sich in den USA ganze Körperteile drucken, die durch das organische Mittel nicht vom Körper abgestoßen werden. So soll Brandopfern geholfen werden. Künstliche Nieren wären dadurch auch schon möglich. Ein neues, funktionierendes Ohr wurde längst hergestellt und durch eine Antenne kann der Mensch damit sogar hören. Gedruckte Waffen sind nach wie vor ein Streitthema, doch ist es interessant zu wissen, was mithilfe dieser Geräte alles entstehen kann. Die organische Tinte soll in der Zukunft sogar die Möglichkeit bieten, Fleisch oder Nahrungsmittel zu drucken, die dann auch wirklich verzehrbar sind, doch das wird noch eine Weile dauern. Ein anderes Forscherteam möchte ganze Häuser bauen und auch eine Forschungsstation auf dem Mond dadurch erschaffen, denn die Möglichkeit ist gegeben, sie muss nur noch in die Tat umgesetzt werden.
Ein zeitaufwendiges Hobby
Von vielen Ökonomen wird die Technik der 3D-Drucker als neue “industrielle Revolution” gehandelt, denn durch die Möglichkeit alles zu reproduzieren und das mit minimalen Aufwand, verglichen zur wirklichen Produktion, ist ein neuer Wirtschaftszweig entstanden. Dieser schlägt sich auch immer mehr auf den Heimgebrauch aus. Händler aus den USA bieten 3D-Drucker an, die nur etwa 500 Dollar kosten und selbst zusammengebaut werden müssen. Bis zum fertigen Modell können jedoch Stunden vergehen, denn je komplexer, desto länger. Dafür nimmt die Maschine aber kaum mehr Platz weg wie ein Tintenstrahldrucker und das Endprodukt besticht durch die Technik. Die Revolution 3D-Drucker wird kommen.










