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Denkaufgaben – die Faszination der Rätsel

24. August 2015 Harry Spiele  

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stevepb © @ pixabay.com – CC0 1.0
Bereits 2350 Jahre vor Christus haben Menschen anscheinend schon gerne gerätselt, denn aus dieser Zeit stammen die ältesten Rätselfunde (Die Tontafeln von Lagasch). Heute ist die Faszination, die von Rätseln ausgeht, immernoch ungebrochen und Menschen aller Altersstufen nehmen die denkerische Herausforderung der Rätsel jeglicher couleur mit Vergnügen an. Sudoku und Kreuzworträtsel sind dabei wohl die bekanntesten Vertreter.

Generell lassen sich Rätsel in „Lösbar“, „Unlösbar“ und „Sonstige“ einteilen.

Die lösbaren Rätsel sind durch geschicktes Denken aufzulösen. Ein bekanntes Beispiel ist das Rätsel des Königs aus Grimms bekanntem Märchen „Die kluge Bauerntochter“: Komm zu mir, nicht gekleidet, nicht nackend, nicht geritten, nicht gefahren, nicht in dem Weg, nicht außer dem Weg, und wenn du das kannst, will ich dich heiraten.
Das Mädchen entkleidete sich zunächst, um dann ein Fischernetz anzulegen. Dieses band sie an einen Esel, der die Bauerntochter den gesamten Weg zum Schloss hinter sich her zog. Damit war das Rätsel gelöst und die Bauerntochter wurde zur Ehefrau des Königs.

Unlösbare Rätsel haben meist mystische oder kultische Hintergründe, sie können durchaus auch magisch anmuten oder beschäftigen sich mit theologischen bzw. philosophischen Inhalten (z.B. den Katechismen).

Sonstige Rätsel sind beispielsweise solche, auf die noch keine Antwort gefunden worden ist. Dazu gehören mathematische, physikalische oder anderweitig naturwissenschaftliche Rätsel.

Formen heutiger Rätsel

In unseren europäischen Breiten sind textbasierte Rätsel recht häufig anzutreffen. Zu dieser Rätselart gehören beispielsweise folgende Elemente:

  • Kreuzworträtsel – Im Jahre 1913 wurde in der New York World das erste Rätsel dieser Art abgedruckt. Es handelte sich um eine Weihnachtszugabe. Das Ziel ist es bis heute, gesuchte Wörter in Zeilen und Spalten so einzutragen, dass ein sinnvolles Gitter entsteht.
  • Silbenrätsel – Diese Rätsel werden auch Scharaden genannt. Das Ziel ist, Silben zu erraten und damit ein sinnvolles Wort zu generieren.
  • Rösselsprungrätsel – Diese Rätselart gibt es schon seit dem Mittelalter und das Ziel ist, Silben, Wörter und/oder Buchstaben so zu ordnen, dass am Ende ein sinniger Satz dabei herauskommt.
  • Anagramme – Nicht nur für Rätselfans haben Anagramme ihren Reiz, auch in der Verschlüsselungskunst sind sie von Bedeutung. Es geht dabei darum, Wortgebilde durch Umstellung von Buchstaben oder Silben so zu verändern, dass ein sinniger Satz dabei herauskommt.
  • Palindrome – Bei dieser Rätselart geht es darum zu erkennen, dass ein Wort in beide Richtungen gelesen, das gleiche ergibt. Ein Beispiel dafür ist das Wort „Reittier“.
  • Homonyme – Bei dieser Disziplin geht es darum, ein Synonym für ein bestimmtes Wort zu finden. Für das Wort „Seil“ könnte man beispielsweise auch das Wort „Tau“ benutzen.
  • Rätselgedichte – Bei dieser literarischen Form des Rätsels geht es darum, aus einer Aneinanderreihung von Worten schlau zu werden. Ein bekanntes Beispiel für ein Rätselgedicht ist das von Ödipus gelöste Rätsel der Sphinx.
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Auch der Denksport hat in unseren Breitengraden in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das Hirn scheint stellenweise ähnlich wie ein Muskel zu funktionieren und daher versuchen alternde Menschen nicht nur ihren Körper fit zu halten, sie üben auch die Denkfähigkeit um geistig flexibel zu bleiben. Dazu eigenen sich besonders Denksportaufgaben:

  • Sudoku – Diese ursprünglich aus Japan stammende Rätselform ist hierzulande erst seit wenigen Jahren populär. Meist handelt es sich um ein 9×9 Gitter, in dem Zahlen nach sinnvollen Regeln eingetragen werden sollen.
  • Bilderrätsel – Diese Rätsel werden auch Rebus genannt. Es geht dabei beispielsweise um eine Reihe von Bildern, die durch cleveres Kombinieren einen Sinn ergeben.
  • Logikrätsel – Meist handelt es sich bei Logikrätseln um mathematische Rätselreime, die nach stets gleichen Regeln zu lösen sind.
  • Zebrarätsel – Diese Rätselart lässt sich am besten mit dem Begriff Knobelrätsel umschreiben. Es handelt sich dabei meist um eine Aneinanderreihung unzusammengehöriger Sätze, die zusammengenommen einen Sinn ergeben sollen und den Rätsler zu einer Lösung führen.
  • Str8ts – Dieses Logikrätsel ähnelt dem Sudoku, arbeitet aber mit etwas abgewandelten Regeln.
  • Mathematische Rätsel – Meist handelt es sich um Rätsel aus der Geometrie oder der Zahlentheorie. Diese Art der Rätsel sind sehr beliebt und werden in Zeitungen aber auch in vielen Lehrbüchern abgedruckt.
  • Streichholzrätsel – Meist geht es darum, geometrische Figuren im Geiste nachzulegen. Mathematisch gesehen handelt es sich um Gleichungen; aus einer falschen Gleichung wird eine richtige gemacht.
  • Puzzle – Auch Puzzles gehören zu den Rätseln. Diese Lege- und Geduldsspiele sind seit etwa 1800 bekannt und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.
  • Mechanische Geduldsspiele – Eines der bekanntesten Vertreter dieser Gattung ist vermutlich der „Zauberwürfel“, der mit seinen vielen Farben dazu einlädt, die richtigen Drehungen auszuführen. Diese Art des Rätsels fordert nicht nur den Geist sondern auch die motorischen Fähigkeiten.

Rätsel – Nur was für Erwachsene oder auch die Kinder?

Rätselfragen und Scherzfragen für Erwachsene sind eher die Regel als die Ausnahme und das ist auch gut so! Wer rätselt, tut seinen grauen Zellen einen großen Gefallen. Die Denkfähigkeit wird trainiert, das Gedächtnis rostet nicht ein und man schafft sich einen sinnvollen Zeitvertreib durch die Lösung raffinierter Rätsel.
Natürlich profitieren auch Kinder von Rätseln, denn gerade in der Zeit, in der das Hirn im Wachstum, im Umbau und in der Entwicklung ist, muss es gefüttert werden. Je intensiver es genutzt wird, desto besser kann es sich entwickeln. Dabei sind Rätsel eine sehr spaßige Variante des Lernens. Am besten ist es, wenn die Erwachsenen sich mit dem Nachwuchs zusammen an die Lösung schöner Rätselfragen heranwagen. Aber Vorsicht: manche Rätsel, die für Kinder konzipiert sind, können einen Erwachsenen auch ganz schnell in Verlegenheit bringen.

Rätselfragen und Scherzfragen für die Gruppe

Rätsel eignen sich nicht nur dafür, sie in einer ruhigen Minute daheim zu lösen, auch an Spieleabenden sind Rätsel- und vorallem Scherzfragen sehr beliebt. Hier eine kleine Auswahl an Rätselfragen bzw. Scherzfragen für den Spieleabend:

  • 1. Was hat vier Beine und kann dennoch nicht laufen?
  • 2. Was gehört nur dir, wird aber meist von anderen Personen benutzt?
  • 3. Welcher Wolf besitzt kein Fell?
  • 4. Womit endet die Ewigkeit?
  • 5. Warum spielen Geizkragen nie Karten?
  • 6. Welche Angst hat ein Luftballon?
  • 7. Welcher Stein raucht öfters?
  • 8. Welcher Mann besitzt kein Gehör?
  • 9. Was hat kein einziges Bein, trägt aber dennoch Stuhl im Namen?
  • 10. Was sitzt still in einer Ecke und reist doch um die ganze Welt?

Lösungen:

  • 1. Ein Stuhl.
  • 2. Der Name.
  • 3. Der Fleischwolf.
  • 4. Mit t.
  • 5. Sie wollen nicht geben.
  • 6. Platzangst.
  • 7. Der Schornstein.
  • 8. Der Schneemann.
  • 9. Ein Fahrstuhl.
  • 10. Eine Briefmarke.

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