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Zocken für Unterwegs – Der Mobile Game Trend

1. Januar 2016 Harry Spiele  

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Mobile Games © StockSnap @ pixabay.com – CC0 1.0
Dass Spiele nicht nur etwas für Kinder sind, hat sich spätestens seit der Zeit der Smartphones etc. sehr deutlich gemacht. Täglich spielen alleine in Deutschland Millionen Menschen aller Altersklassen die unterschiedlichsten Spiele auf ihren Mini-Computern. Die Anzahl der App-Downloads nimmt zu Zeit zwar wieder etwas ab, das liegt allerdings daran, dass die Menschen mittlerweile häufiger gespeicherte Spiele beibehalten, als sich neue herunterzuladen. Trotzdem liegen Spiele im App-Download auch im Jahr 2015 deutlich weit vorne. Im App Store entfallen 22,45 % der verfügbaren Apps auf die Kategorie Spiele, die zweithäufigsten sind Apps für Business mit 10,39 %. Am wenigsten sind mit 1,16 % Apps zur Navigation verfügbar. Bei den App-Umsätzen entfallen dabei in Deutschland Drei Viertel auf Spiele. Trotzdem werden die Downloads weniger, im Jahr 2014 hatten 33 % von 2000 Befragten im vergangenen Monat eine Spiele-App heruntergeladen, 2015 waren es nur noch 24 %. Bei diesem Trend spielen das LTE-Netz und die immer leistungsstärkeren Geräten eine wichtige Rolle, denn mit ihnen verändern sich auch die Spiele zu immer anspruchsvolleren und abwechslungsreichen Apps. Auch wenn die Tendenz langsam ins Stocken gerät, könnte dieses Jahr das Marktvolumen von Handyspiele-Downloads weltweit sogar die PC- und Konsolen-Spiele überholen. Dieser Trend ist auch im deutschen Markt deutlich zu sehen. Im Jahr 2013 spielten etwa 20,9 Millionen Personen in Deutschland auf dem Smartphone oder Tablet Games und der Umsatz ist bis zum Jahr 2015 um rund ein Drittel, auf 465 Millionen Euro gestiegen.

Statistik: Prognose zur weltweiten Nutzerentwicklung im Markt für Digitale Games in den Jahren 2014 bis 2020 (in Millionen) | Statista

Statistik: Prognose zur Nutzerentwicklung im Markt für Digitale Games in Deutschland in den Jahren 2014 bis 2020 (in Millionen) | Statista

Altersübergreifendes Zocken

14 % der Deutschen spielen täglich Spiele auf ihrem Smartphone, ganze 37 % nutzen mindestens einmal die Woche die Mobilen Spiele. Unüblicherweise ist die Tendenz zu erkennen, dass Frauen häufiger als Männer auf ihren Smartphones Games spielen. 17 % der Frauen benutzen täglich Spiele-Apps, bei Männern sind es 12 %. Natürlich ist das Zocken vor allem unter Jugendlichen weit verbreitet, doch auch ¼ der Befragten 55- bis 64-Jährigen geben an, mindestens einmal pro Woche Spiele auf dem Handy zu spielen und selbst bei den über 65-Jährigen sind es noch 15 %. Von den 18- bis 24-Jährigen spielen 21 % täglich Spiele auf ihrem Smartphone. Im Jahr 2014 gaben zudem 32 % der Befragten an, sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet Spiele zu spielen. 45 % gaben an, dass sie nur auf dem Smartphone zocken, 7 % gaben an, nur auf dem Tablet zu spielen und 15 % sagten, dass sie weder auf dem Smartphone, noch auf dem Tablet spielen.

Smartphones vs. Konsolen und Computer

Smartphones u.Ä. scheinen zudem immer stärker die Spielekonsolen zu verdrängen. Während 75 % aller Befragten Zugriff auf ein Smartphone und 45 % auf ein Tablet haben, besitzen nur noch 14 % eine Spielekonsole. Bei einer Umfrage im Jahr 2010 waren 63,38 % der Befragten der Meinung, dass online und mobile Spiele die Games der Zukunft sind, während 30,99 % meinten, Konsolenspiele würden weiterhin Marktführer sein. 2011 waren ähnlich viele Prozent der Befragten (66,67 %) der Meinung, dass online und mobile Spiele die Konsolen nach und nach verdrängen werden, die Anzahl derjenigen die der Meinung waren, dass Konsolenspiele weiterhin Marktführer sein werden, sank allerdings um mehr als 10 %, und zwar auf 20,24 %. Schon im Jahr 2014 waren Smartphones die beliebteste Spiele-Plattform und zeigten im Gegensatz zu anderen Plattformen einen steigenden Umsatz.

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Mobile Gaming © StockSnap @ pixabay.com – CC0 1.0

Nutzerzahlen und Umsätze

Einer Statistik von Digital Market Outlook zufolge, lag die weltweite Nutzerzahl von mobilen Spielen im Jahr 2014 noch bei 837,72 Millionen Nutzern, für das Jahr 2015 liegt die Anzahl bei 908,32 Millionen Menschen und für 2020 wird eine Nutzerzahl von über einer Milliarde (1,273 Mrd.) erwartet. Die Nutzerzahl für mobile Spiele in Deutschland soll im Jahr 2016 bei etwa 16,7 Millionen liegen, im Jahr 2014 waren es noch 15,55 Millionen. Für das Jahr 2020 wird in Deutschland eine Nutzerzahl von etwa 16,75 Millionen erwartet. Der Umsatz liegt dabei in Deutschland im Jahr 2015 bei 291,46 Millionen Euro, im Jahr 2014 waren es noch 228,02 Millionen Euro und für das Jahr 2020 wird ein Umsatz von ca. 410,61 Millionen Euro erwartet. Weltweit lag der Umsatz von mobilen Spielen im Jahr 2014 bei 12,253 Milliarden Euro, im Jahr 2015 sind es schon 15,601 Milliarden Euro und für das Jahr 2020 wird ein Umsatz von rund 23,582 Milliarden Euro erwartet. Auch der Markt von online Casinos boomt und die Anzahl der Handy-Apps wächst. Im Jahr 2005 lag der Umsatz der Online-Casinos noch bei 197 Millionen Euro, im Jahr 2009 waren es schon 551 Millionen Euro. Außerdem steigt die Anzahl der Anbieter rasant an, wie bei de.mobile-casino.com zu erkennen ist, wo die Vor- und Nachteile sowie Tipps und Tricks der bekanntesten Mobilcasinos aufgelistet werden. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Besucher von Spielbanken deutlich. Im Jahr 2005 lag der Umsatz der Spielbanken noch bei 952 Millionen Euro, 2009 waren es nur noch 618 Millionen Euro. Der Umsatz von Casual Games für Smartphones und Tablets lag 2011 noch bei etwa 35 Millionen Euro und für das Jahr 2016 werden satte 367 Millionen Euro erwartet. Im Jahr 2013 wurden über 100 Milliarden kostenlose und kostenpflichtige Apps heruntergeladen, wobei ein Anstieg von über 60 % zum Vorjahr erzielt wurde, in welchem 64 Milliarden Apps heruntergeladen wurden. Deutschland macht im Spiele-App-Markt in Europa den zweithöchsten Umsatz, vor ihr liegt Großbritannien. Weltweit steht Deutschland auf dem siebten Platz des Umsatzes mit Spiele-Apps.

Statistik: Prognose der Umsätze im Markt für Digitale Games in Deutschland in den Jahren 2014 bis 2020 (in Millionen Euro) | Statista

Kostenlose Spiele vs. kostenpflichtige Spiele

Die Nachfrage der kostenlosen Spiele für Smartphones und Tablets steigt deutlich an. Dabei zahlen die Nutzer nur, wenn sie auf Werbung verzichten möchten oder beispielsweise besondere Ausstattungen, wie etwa ein Avatar wünschen. Von Januar bis Juni 2015 stieg der Umsatz mit diesen Mikrotranskationen, also dem Verkauf der virtuellen Güter und Zusatzinhalte, auf 153 Millionen Euro. Der Umsatz durch die Mikrotranskationen lag von Januar bis Juni 2014 bei 89 Millionen Euro. Der Umsatz von virtuellen Gütern, wie etwa Items bei Computerspielen oder Geschenken bei sozialen Plattformen, soll im Jahr 2016 bei rund 4,6 Milliarden US-Dollar liegen. Etwa 95 % der Spiele-Apps, die heruntergeladen werden, sind kostenlose Spiele. Dennoch luden etwa 5 Millionen Handybesitzer der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren 2013 gelegentlich kostenpflichtige Spiele auf ihr Smartphone, 10,92 Millionen der Nutzer haben bis zu diesem Jahr mindestens einmal eine kostenpflichtige App heruntergeladen.


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